O tempora, o mores!
Nach langem Aufenthalt in den örtlichen Medien war das Thema „poo bags for Fiaker Horses in Vienna“ mit Ende des Jahres 2005 endgültig abgehandelt.
Die Entscheidung, dass entweder die Fiaker-Besitzer die Straße nachts reinigen müssten oder ihren Pferden aus unauffälligem Stoff gefertigte Auffangbecken für ihre natürlichen, regelmäßig am Tag stattfindenden Abgaben hintan zuhängen hätten, fiel dann doch zugunsten der poo bags.
Auf meiner fast täglichen Strecke durch den vierten Bezirk (besagtes Wieden) begegne ich nicht nur ständig eben jenen Fiakergespännen, sondern auch und vor allem deren natürlichen Abgaben – von Autoreifen flach gedrückte, farblich eindeutig erkennbare, verräterisch düftelnde Pferdeäpfel.
Da fragt sich der normalsterbliche Bürger: wie kann denn das sein?
Hat ein Fiaker seinem Pferdegespann etwa keine poo bags umgehängt?
Wenn ja, wer ist dieser Fiaker und warum riskiert er es, eine Strafe dafür zu bekommen? (Kein Fiaker wäre jemals schnell genug, um einer motorisierten Polizeistreife zu entkommen.)
Oder ist die Treffsicherheit […]